Presseinformation vom 08.09.2020

Lehrberufe der MTI sind zukunftsfit.

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„Unser Ziel ist es, den Lehrlingen eine bedarfsgerechte Ausbildung zu bieten. Deshalb stellen wir unser Bildungsangebot breiter auf und bieten eine Lehre an, die auf den klassischen Berufsbildern des Maschinenbauers bzw. Elektrotechnikers aufbauen, zugleich aber auch zukunftsorientierte Zweige wie Mechatronik umfassen“, erklärt Geschäftsführer Günter Muhr von Bühler.

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Die Betriebe der Metalltechnischen Industrie NÖ (MTI) ermöglichen den Lehrlingen eine fundierte Ausbildung auf hohem Niveau. Nicht nur Betriebe wie Bühler oder dormakaba Austria passen ihre Lehrlingsausbildung den sich ändernden Bedürfnissen der Arbeitswelt an. Auch die MTI liefert mit neuen Lehrberufen wie dem Fertigungsmesstechniker passende Antworten für die Branche.

„Wir legen großen Wert auf Teamwork und ein höfliches Miteinander. Vertrauen, Verantwortung und Leidenschaft sind in unserer Kultur stark verankert und im Arbeitsalltag spürbar. Das sorgt für eine einzigartige Atmosphäre“, erzählt Günter Muhr, der bei Bühler die Business Unit Wafer leitet. Von den rund 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Waffelanlagen-Erzeugers sind derzeit 22 als Lehrlinge beschäftigt. Jährlich starten durchschnittlich acht Jugendliche ihre Ausbildung in die beiden Lehrberufen Metall-/Maschinenbautechnik sowie Elektrotechnik/Anlagen- und Betriebstechnik in Leobendorf.
„Unser Ziel ist es, den Lehrlingen eine bedarfsgerechte Ausbildung zu bieten. Deshalb stellen wir unser Bildungsangebot breiter auf und bieten eine Lehre an, die auf den klassischen Berufsbildern des Maschinenbauers bzw. Elektrotechnikers aufbauen, zugleich aber auch zukunftsorientierte Zweige wie Mechatronik umfassen“, erklärt Geschäftsführer Günter Muhr.

Staatlich ausgezeichnete Lehrlingsausbildung

Neben einem positiven Pflichtschulabschluss und einer guten Allgemeinbildung erwartet Bühler von den Bewerberinnen und Bewerbern, technisches Verständnis und handwerkliches Geschick. Persönliches Engagement, Lernbereitschaft sowie Genauigkeit gehören ebenfalls zu den Skills, die beim Waffelanlagen-Produzenten gerne gesehen werden.

Mit zahlreichen Aktivitäten versucht das Unternehmen, den Kontakt mit potentiellen Lehrlingen herzustellen. So werden ‚Tage der offenen Tür‘ abgehalten oder Schulen zu Exkursionen eingeladen. Bei Initiativen wie dem Girls’Day wird jungen Schülerinnen die Möglichkeit geboten, in beide Lehrberufe hinein zu schnuppern. Dies führte dazu, dass in den vergangenen Jahren auch Mädchen für eine technische Ausbildung gewonnen werden konnten.

Demgegenüber steht ein umfassendes Angebot, um künftige Technikerinnen und Techniker von sich zu überzeugen. So gibt es neben Leistungsprämien auch die Möglichkeit, den Ausbildungsweg „Lehre mit Matura“ zu absolvieren. All diese Maßnahmen führten dazu, dass Bühler als Lehrlingsbetrieb am Standort Leobendorf staatlich ausgezeichnet wurde.

Neue Lehrberufe in der Metalltechnischen Industrie

„Rund 40 Prozent aller Industrielehrlinge in Niederösterreich erlernen derzeit einen technischen oder kaufmännischen Beruf in einem Unternehmen der Metalltechnischen Industrie NÖ“, ermöglicht der Obmann der Fachgruppe Metalltechnische Industrie NÖ, Veit Schmid-Schmidsfelden, einen Einblick in die derzeitige Ausbildungssituation. „Die Lehrlingsausbildung nimmt in der Metalltechnischen Industrie einen sehr hohen Stellenwert ein. Sind doch die Lehrlinge die dringend benötigten Fachkräfte der Zukunft.“

Als beliebteste Lehrberufe in den MTI-Lehrbetrieben gelten der Metalltechniker, der Elektrotechniker, der Mechatroniker und der Gießereitechniker bei den Burschen, bzw. die Metalltechnikerin, die Industriekauffrau, die Kunststofftechnikerin sowie die Prozesstechnikerin bei den Mädchen.

Um den künftigen Anforderungen der MTI-Betriebe zu entsprechen, werden laufend Berufsbilder evaluiert oder eine Ausbildung in neuen Lehrberufen angeboten. So wurde der vier Jahre dauernde Lehrberuf Fertigungsmesstechniker entwickelt, in dem seit Anfang Juli 2020 eine Ausbildung gestartet werden kann. Als integraler Bestandteil des betrieblichen Qualitätsmanagements umfasst dieser Lehrberuf die Erfordernisse aus Industrie 4.0 sowie Big Data, wobei die Ausbildungsschwerpunkte in den Bereichen Produktmessung sowie Produktionssteuerung liegen. Von den Qualifikationen dieser künftigen Techniker sollen metallverarbeitende Betriebe, die Automobilindustrie, die Kunststofftechnik, aber auch die Pharmaindustrie profitieren.

Weitere Neuerungen gab es bei den Lehrberufen Prozesstechnik (seit Juni 2019) und Informationstechnologie, den es in dieser Form mit den beiden Schwerpunkten Betriebstechnik sowie Systemtechnik erst seit zwei Jahren gibt. Insgesamt 18 Lehrlinge spezialisierten sich seither, um künftig die IT-Infrastruktur der Unternehmen zu betreuen. Dass die Lehrlinge als Fachkräfte von den regionalen Betrieben dringend benötigt werden, zeigt der Umstand, dass von den österreichweit 600 Lehrlingen in der Prozesstechnik über 16 Prozent in Niederösterreich ihre Ausbildung absolvieren.

Jugendliche an Technik interessiert

„Wir versuchen Werte zu vermitteln, die die Lehrlinge zum Nachdenken anregen. So werden die gestellten Aufgaben von jedem einzeln bearbeitet und die Lösungen in der Gruppe besprochen, damit alle sehen, dass es noch andere Wege gibt, um ans Ziel zu kommen“, erzählt Peter Taschler. Der Leiter der Lehrlingsausbildung von der dormakaba Austria GmbH in Herzogenburg zeigt sich überzeugt, dass es sehr viele befähigte Jugendliche gibt, die an technischen Berufen äußerst interessiert seien. Es scheitere eher an den Erwartungshaltungen der Eltern sowie an falschen Berufsvorstellungen aufgrund fehlender Informationen.

Um dem Informationsdefizit gegenzusteuern, nimmt das Unternehmen an Berufsinformationsmessen teil oder präsentiert sich in Schulen. Zudem ermöglichen die Verantwortlichen Schnuppertage, um die vielfältigen Berufsbilder den Jugendlichen näher zu bringen. Ausbildungsleiter Taschler: „Wir haben uns mit mehreren renommierten Betrieben zu einem überbetrieblichen und überregionalen Ausbildungsverbund zusammengeschlossen. Gemeinsam haben wir einen Messestand für Schüler von 13 bis 15 Jahren entwickelt, um unsere Berufsinhalte auch spielerisch zu erklären.“

Die dormakaba Austria GmbH, der Spezialist für sichere Zutrittslösungen für Gebäude erzeugt in Österreich sowohl mechanische als auch elektronische Schließsysteme und bildet jährlich bis zu 15 Lehrlinge aus. Mechatronik, Metalltechnik, Zerspanungstechnik, Werkzeugbau sowie Oberflächentechnik zählen zu den bevorzugten Ausbildungsgebieten. Das setzt gutes Wissen in Physik, Chemie und Mathematik als wesentlichste Grundlagen voraus, während technische Grundkenntnisse und Teamfähigkeit ebenso wichtige Voraussetzungen wären.

Zeitgemäße Lehrlingsausbildung gefragt

„Heutzutage erledigen die Maschinen monotone Tätigkeiten. Die anspruchsvollen Arbeiten wie das Programmieren werden von den Lehrlingen übernommen. Aber dafür müssen die Prozesse verstanden werden“, so Ausbildungsleiter Taschler, der zugleich die Lehrlingsausbildner in der Pflicht sieht: „Zeitgemäße Methoden, bei denen der Ausbildner als Coach auftritt, den Einzelnen während der Arbeit fördere und die Wissensvermittlung an die Bedürfnisse der Lehrlinge anpasst, müssen ins Ausbildungssystem verstärkt einfließen. Wenn das gelingt, dann passt es!“

Auch deshalb sieht er die Teilnahme an Lehrlingswettbewerben als individuelle Horizonterweiterung und betrachtet die Lehre mit Matura, die viele nutzen würden, als große Chance für jeden. Ausbildungsleiter Taschler abschließend: „Wir möchten ein breites Wissen vermitteln, denn der Lehrling soll nach seiner Lehrzeit das Gefühl haben, er habe etwas gelernt!“

Letzteres vor dem Hintergrund, dass die Metalltechnische Industrie mit seinen Lehrberufen in der Mechatronik mit der Automatisierungstechnik und dem Spezialmodul der Robotik sowie in der Elektrotechnik mit dem Schwerpunkt  Automatisierungs- und Prozesstechnik das Zeitalter der Digitalisierung exakt abbildet und die Jugendlichen zukunftsfit ausbildet.

Facts & Figures

Die Metalltechnische Industrie ist die Schlüsselindustrie und Job-Motor in Niederösterreich. Sie umfasst alle Unternehmen aus den Industriezweigen Maschinenbau, Anlagenbau, Stahlbau, Metallwaren und Gießerei. Mit über 300 Unternehmen und knapp 26.000 Beschäftigten erwirtschaftet die Metalltechnische Industrie NÖ pro Jahr einen Produktionswert von 7,3 Milliarden Euro. Die mittelständisch strukturierte Branche stellt das Rückgrat der industriellen Beschäftigung in Niederösterreich dar.

Zahlen für NÖ

  • 25.994 unselbständig, beschäftigte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • 306 Unternehmen
  • 7,2 Mrd. Euro Produktionswert
  • 12 Prozent des Bruttoregionalprodukts von NÖ erwirtschaftet die Branche
  • 1030 Lehrlinge – das entspricht rund 40 Prozent der Industrielehrlinge
  • 23,5 Prozent aller NÖ Warenexporte
www.mti-noe.at
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