Presseinformation vom 12.06.2019

CAMPUS IM OLYMPIAPARK
 DER TECHNISCHEN UNIVERSITÄT MÜNCHEN (TUM) 
RICHTFEST.

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Rubner Holzbau Augsburg – Rück- und Neubau für die Fakultät der Sport- und Gesundheitswissenschaften  und den Zentralen Hochschulsport (ZHS).

Zum Hebauf kommt man gern in Bayern,
um einen neuen Bau zu feiern.
Und wenn es so ein neuer Campus wird,
für Gesundheit, Sport und Hochschul-Leben,
ist zum Feiern ein schöner Grund gegeben.“
(Aus dem Richtspruch zu Richtfest)

Kaum ein Ort in Deutschland steht so symbolisch für den Sport wie der Olympiapark in München. Nach ihrer Nutzung als Pressezentrum während der Olympischen Spiele 1972 wurden die bisherigen Bauten ihrer jetzigen Nutzung zugeführt. Seit damals nutzen die Fakultät der Sport- und Gesundheitswissenschaften der Technischen Universität München (TUM) und der Zentrale Hochschulsport (ZHS) das Gelände des TUM Campus im Olympiapark sowie dessen Gebäude im nördlichen Bereich des Parks. Mit zunehmender Lebensdauer traten bei den Bestandsbauten immer größere baukonstruktive und statische Mängel auf. Auch im Bereich des Brandschutzes gab es gravierende Schwachpunkte. Ein Rück- und Neubau der Anlage wurde dadurch unumgänglich. Am 21.5.2019 konnte mit Ministerialdirektorin Brigitta Brunner aus dem Bayerischen Bauministerium und Albert Berger, Kanzler der TUM, das Richtfest am nach eigenen Angaben Europas modernsten und größten Sportcampus gefeiert werden.

„Licht, Frische und Großzügigkeit“: der Slogan der Olympischen Spiele München 1972 galt auch für den Entwurf des neuen Universitäts-Sportcampus im denkmalgeschützten Olympiapark der bayerischen Hauptstadt. Der Neubau muss zudem nach Anforderung des Bauherrn vom Baustoff bis zum Betrieb ressourcenschonend und energiesparend sein. Zu 80 Prozent wird der neue Campus deshalb aus Holz gebaut, das „in der schönsten Fabrik der Welt entsteht, im Ökosystem Wald“, so Ministerialdirektorin Brigitta Brunner aus dem Bayerischen Bauministerium in ihrer Ansprache. „Dieses Haus ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass Holz ein Baustoff mit langer Tradition und zugleich hochmodern ist. Der Freistaat Bayern, der über den größten Holzvorrat pro Hektar in Europa verfügt, baut daher immer öfter mit Holz.“

Die Architekten Dietrich I Untertrifaller überzeugten mit der Idee eines klar strukturierten Gebäudekomplexes vornehmlich aus Holz und Glas, gegliedert in je zwei Hallen- und Bürocluster, aufgebaut auf dem Fußabdruck der zu ersetzenden Bestandsbauten von 1972, der sich präzise in die ihn umgebenden Sportflächen einfügt und nach und nach die Bestandsbauten ersetzen wird. Das Motto der Fakultät „Integration von Forschung und Lehre in einer Einheit“ wird am Ende der Realisierung auch am baulichen Ensemble im Einklang mit dem denkmalgeschützten Olympiapark ablesbar sein.

Auf einer Bruttogrundfläche von mehr als 42.000 m2, zwei Stockwerken und fast 19.000 m2 Nutzfläche werden 14 Sporthallen, 15 Fußballplätze, sieben Beachvolleyballfelder, 22 Tennisplätze, jeweils eine Hockey- und Golfanlage, 12 Hörsäle, 15 Labore, fünf Werkstätten, 300 Büros sowie eine Cafeteria und die Bibliothek Platz finden. Die Realisierung des europaweit einzigartigen Gebäudekomplexes mit sechs Innenhöfen erfolgt in zwei Bauabschnitten (BA2 und BA3) bei laufendem Betrieb. Nach dem Bezug der neuen Gebäudeteile werden im BA3 die großen Bestandshallen abgebrochen, die Institutscluster errichtet und die Außenanlagen hergestellt.

Schon jetzt kragt das stattliche, auf Pendelstützen gelagerte Vordach-Süd in Holzbauweise und „größte Hingucker des Projekts“ (Brigitta Brunner) beeindruckende 18,3 m weit aus. Das Tragsystem der nicht alltäglichen Konstruktion besteht aus 40 Hohlkastenelementen und überdacht auf einer Länge von rund 150 m großzügig die 100-Meter-Laufbahn. Die Dachelemente mit 28 m Länge, 3,75 m Breite, 1,6 m Höhe und einem Gewicht von jeweils 19 t werden im Werk Ober-Grafendorf vorgefertigt und montagebereit sowie just-in-time an der Baustelle angeliefert.

Unter der Leitung von Rubner Holzbau Augsburg wurden für die Sporthallen, Institutsbereiche und die komplette Dachkonstruktion in Holzbauweise insgesamt 11.690 m2 Dach- und Deckenelemente, 7.430 m2 Wandelemente, 610 m2 Holz-Beton-Verbunddecken sowie rund 1.000 m3 Brettschichtholz und 330 m3 Brettsperrholz produziert, vorgefertigt und in kurzer Zeit montiert.

Nach der Fertigstellung werden 2.400 TUM- und LMU-Studierende sowie etwa 17.000 Sportaktive pro Semester aller Münchner Universitäten und Hochschulen die neuen Anlagen auf einer Fläche von 34 Hektar nutzen. Zudem haben 125.000 Studierende und 30.000 Angestellte Zugang zum ZHS.

Projekt:
Campus im Olympiapark der Technischen Universität München (TUM)
Rück- und Neubau für die Fakultät der Sport- und Gesundheitswissenschaften und den Zentralen Hochschulsport
Connollystraße 32, 80809 München

Auftraggeber:
Freistaat Bayern vertreten durch Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst vertreten durch Staatliches Bauamt München 2

Architektur: Dietrich | Untertrifaller, Bregenz)
Tragwerksplanung: merz kley partner ZT, Dornbirn
Bauleitung: Ernst2 Architekten, Stuttgart
Holzbau: Rubner Holzbau, Augsburg

Baubeginn: 2017, Grundstein 05/2018
Fertigstellung Holzbau „BA2“: 07/2019
Bezug Bauabschnitt 2: 2020
Fertigstellung gesamt: 2022

Mengen und Massen Holzbau
  • Dachfläche: 14.800 m2
  • Vordachelemente als Hohlkastenkonstruktion: 4.183 m2, 40 Stück, ca. 3,75 m x 28 m, 1,6 m hoch, je 19 t schwer, freie Auskragung 18,3 m
  • Dach-/Deckenelemente: 11.690 m2, 1.167 Stück
  • Holz-Beton-Verbunddecke: 610 m2
  • Wandelemente: 7.427 m2, 587 Stück
  • Brettsperrholzbauteile: 332 m3
  • Stahl: 61 t Stahl

Rubner Holzbau
Ob Industrie-, Gewerbe oder Infrastrukturbau, Sport-, Bildungs- oder Kulturzentrum – sie alle haben eines gemeinsam: den souveränen Umgang mit dem Baustoff Holz, der bei Rubner Holzbau seit vielen Jahrzehnten gelebt wird. Heute sind individuelle Großbauten in Holz die Kernkompetenz von Rubner Holzbau. Konstruktionen aus Brettschichtholz, Dach- und Wandelemente, Holz-Glas-Fassaden, komplette Gebäudehüllen und mehrgeschossige Holzbauten – hochwertige konstruktive Lösungen von Rubner Holzbau werden international nachgefragt und realisiert.

Pro Jahr entstehen an den Produktionsstandorten in Ober-Grafendorf (AT) sowie Brixen und Calitri (IT) etwa 300.000 m2 Dach-, Wand- und Fassadenelemente sowie rund 85.000 m3 Sonderbauteile aus Brettschichtholz. Mit weiteren Standorten in Österreich, Italien, Frankreich und Deutschland zählt man zu den führenden und leistungsfähigsten Ingenieurholzbauunternehmen Europas. Der Standort Augsburg ist dabei auf komplette Gebäudehüllen, Holz-Glas-Fassaden, energetische Sanierungen und Sonderprojekte spezialisiert und zeichnet sich durch eine hohe Leistungstiefe bis hin zu Teil-Schlüsselfertigausführungen aus. Die werksseitige, zertifizierte Vorfertigung der Holzbauelemente unter Werkstattbedingungen und große Kapazitäten ermöglichen eine flexible Anlieferung der Bauelemente just-in-time und gewährleisten höchste Ressourcensicherheit sowie Kosten- und Termintreue.

Rubner Holzbau ist Teil der Rubner Gruppe. Die Geschäftsfelder Holzindustrie, Ingenieurholzbau, Objektbau, Holzhausbau und Holztüren decken vom Rohmaterial aus dem eigenen Wald bis zum fertigen Objekt alle Prozesse und Arbeitsschritte einer europaweit einzigartigen, lückenlosen vertikalen Wertschöpfungskette ab. Vom Sägewerk für Leimbinderlamellen über Dreischichtplatten, Brettschichtholz, Fenster- und Türenproduktionen, Ein- und Mehrfamilienhäuser, bis hin zu Hoch- und Industriebauten sowie schlüsselfertigen Komplettlösungen. Der Familienbetrieb in vierter Generation beschäftigt in Italien, Österreich, Deutschland und Frankreich etwa 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Rubner Holzbau Auszug aus den Referenzen

International
  • Mactan Cebu International Airport auf den Philippinen mit Holzdach-Konstruktion
  • Clark International Airport auf den Philippinen (in Bau)
  • Ferienanlage Villages Nature® Paris nahe Eurodisney bei Paris (FR)
  • Mehrgeschossiger Wohnbau Student Village in Zürich (CH)
  • Mehrgeschossiger Wohnbau Maison de l’Inde in Paris (FR)
  • Bergstation Gondelbahn Schneehüenerstock-Flyer Andermatt (CH)
  • EXPO 2015 Milano (IT)
  • Kindergarten Guastalla (IT)

Deutschland
  • Sechsgeschossiger Holzwohnbau Walden 48 in Berlin (in Bau)
  • Ferienanlage Pierre & Vacances-Center Parcs in Leutkirch
  • Campus Olympiapark in München (in Bau)
  • Pavillon Bayerische Landesausstellung 2018 in Ettal
  • Wohnanlagen Max-Bill-Straße und Domagkpark in München
  • Schulbau energetische Sanierungen in Wetter, Treuchtlingen, Niederwalgern
  • Schule und Kindertagesstätte in Poing bei München
  • Sportanlagen in Frankfurt
  • SOS Botschaft für Kinder in Berlin
  • Grünes Zentrum in Kaufbeuren
  • Freie Universität Berlin

Österreich
  • Vienna International Airport Air Cargo Center
  • Vienna International Airport Terminal 3
  • Postverteilzentrum Graz (in Bau)
  • Weltweit höchster Holzaussichtsturm am Pyramidenkogel
  • Cottages in Schloss Grafenegg
  • Talstation Gondelbahn areitXpress in Zell am See
  • Bahnhof Laubenbachmühle
  • Diverse Einkaufszentren
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Bilder

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