Presseinformation vom 11.04.2019

Top Mountain Crosspoint – alpine Architektur aus Holz über der Baumgrenze.

Top Mountain Crosspoint

Das multifunktionale Gebäude auf 2.175 m Seehöhe besticht durch eine zeitgemäße Formensprache. Für die Form mit der geschwungenen organischen Linienführung des Objektes standen Schneewechten Pate. Auf diese Art ließ sich das Gebäude mit der Landschaft wesentlich besser verschmelzen. Bei der Wahl der Materialien setzte der Architekt auf Natürlichkeit und das Ingenieurholzbau-Know-How von Rubner Holzbau.

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Bauen im hochalpinen Bereich gilt als Planungsleistung unter Extrembedingungen – der „Top Mountain Crosspoint“ im Tiroler Hochgurgl, direkt an der Grenze zwischen Italien und Österreich, ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie sich das Spannungsfeld zwischen dem Eingriff in den Alpenraum und den Bedürfnissen des alpinen Tourismus lösen lässt. Das Projekt wurde für den Holzbaupreis Tirol 2019 nominiert.

Auf 2.175 Metern Meereshöhe entstand ein multifunktionales Gebäude, das Architekten, Planer und Bauunternehmer vor große Herausforderungen stellte und für Schlagzeilen sorgte. Eine Reise ins Ötztal lohnt sich also nicht nur für Wintersportler. Denn auch Architektur-Begeisterte dürften über das hochmoderne Gebäude staunen. Es sorgt bereits von weitem mit seiner außergewöhnlichen Formgebung für Aufmerksamkeit und bietet gleich vier Touristen-Attraktionen: Auf einer Fläche von 6.060 m2 befindet sich das höchste Motorradmuseum Europas ebenso wie die Talstation der neuen Kirchenkar-Gondelbahn, die neue Timmelsjoch Mautstation und ein exklusives Restaurant mit Panoramaterrasse inklusive 280 Innen- und 380 Außensitzplätzen.

Gemeinsam mit Rubner Holzbau und dem Architekten Michael Brötz haben die Bauherren Alban und Attila Scheiber, Geschäftsführer der Liftgesellschaft Hochgurgl, ein vielseitig nutzbares Gebäude von beachtenswerter Architektur entwickelt. Der „Top Mountain Crosspoint“ besticht mit einer geschwungen-organischen Linienführung und fügt sich fließend in die Umgebung ein. „Inspiriert von geschwungenen Skispuren und Schneewechten, wollten wir die traditionelle Formgebung alpiner Häuser mit zeitlos moderner Architektur verschmelzen,“ erklärt Michael Brötz. „So weist der Gebäudeteil „Restaurant“ in seiner Frontalansicht ein Satteldach auf, welches dann über die Seilbahnhalle mit einem Schwung in Richtung des westlich orientierten Gebäudeteils (Mautstation im EG, Motorradmuseum im OG) ausläuft. Im Inneren schaffen Holz- und Stahloberflächen in Kombination mit Stein eine gemütlich warme Atmosphäre. Leichte Industrial-Design Einflüsse bilden die Verbindung zum Technikthema des Museums und der Seilbahnanlage“. Die Gebäudefassade wurde fast durchgängig in Holz ausgeführt. Das sprichwörtliche „Alles unter einem Dach“ findet somit in der Erlebnisvielfalt des modernen Gebäudes einen ganz neuen Ansatz.

Für die planende ARGE Crosspoint war Rubner Holzbau der richtige Partner. Das Unternehmen ist nicht nur Vollprofi für das Verbauen von hochwertigen Hölzern und europäischer Marktführer im Bereich innovativer und anspruchsvoller Brettschichtholzbauten sondern realisiert auch ungewöhnliche Bauvorhaben von der Planung bis hin zur Schlüsselübergabe. So stammt z.B. der berühmte Pyramidenkogel oberhalb des Wörthersees in Kärnten auch aus dem versierten österreichischen Holzbaubetrieb und gilt heute als höchster, überwiegend aus Holz konstruierter und öffentlich zugänglicher Aussichtsturm der Welt. „Aufgrund dieser und zahlreicher weiterer Referenzen wurden wir sowohl vom Architekten als auch vom Bauherrn gebeten, bereits in der Planungsphase mitzuwirken“, erklärt Michael Vodicka-Unterweger, Leiter der Rubner Filiale Villach. Immerhin mussten, bedingt durch die Geometrie des Daches, über 1.000 verschiedene Brettschichtholz-Bauteile in Längen bis 26 m konstruiert, produziert und just-in-time nach Hochgurgl angeliefert werden. Etwa 30 Sattelzüge lieferten die 1.200 m3 Holzkonstruktionsteile pünktlich an, damit der Montageablauf plangemäß und termingerecht erfolgen konnte. Kein leichtes Unterfangen, denn die Zufahrt zur hochalpinen Baustelle ist sehr steil und nur über enge Serpentinen mit Spezialtransporten zu erreichen.

Eine logistische Meisterleistung: „Wir haben ein überdimensionales Puzzle entwickelt, das dank moderner CNC Abbundtechnik wirtschaftlich und passgenau produziert werden konnte und so die Baustelle in vier Abschnitte eingeteilt, die fristgerecht montiert wurden“, beschreibt Vodicka-Unterweger die organisatorische und planerische Lösung für die Umsetzung des Mammutprojektes. „Im Schnitt arbeiteten 10 Rubner-Monteure vor Ort. Zu Spitzenzeiten waren teilweise 20 Leute im Einsatz.“ Anstelle von Holz-Stahl-Verbindungen wurde die Verbindung der Nebenträger zum Hauptträger (28 x 166 cm) als Holz-Holz-Verbindung realisiert. Das sparte Kosten und brachte erhebliche Vorteile für die Werksplanung und den Abbundaufwand. „Dank des sehr hohen Vorfertigungsgrades unserer Holzbau-Elemente war es möglich, die vorgegebene, extrem kurze Gesamtbauzeit von nur sieben Monaten realistisch festzuschreiben“, berichtet der Villacher Geschäftsführer.

Die Besonderheit für Zweirad-Nostalgiker: Europas höchstgelegenes Motorrad- Museum zeigt auf 2.600 m2 rund 170 historische Exponate aus den verschiedenen Epochen, darunter eine Laurin & Klement aus dem Jahr 1905, eine Indian von 1912, eine Harley-Davidson von 1914 und eine Brough Superior aus dem Jahr 1939, die als Rolls-Royce unter den Bikes gilt. Als Pate für das Ötztaler Prestige-Projekt konnte Motorradlegende und 15-facher Weltmeister Giacomo Agostini gewonnen werden.

  • Standort: Timmelsjoch Hochalpenstraße, 6456 Hochgurgl, Österreich
  • Gesamtnutzfläche: ca. 6.000 m2
  • U-Werte: Wand = 0,24 W/m2K, Dach = 0,20 W/m2K
  • Bauherr: Alban und Attila Scheiber, Liftgesellschaft Hochgurgl
  • Projektleitung: ARGE Crosspoint: Baumeister Ing. Ambros Porcham, Geschäftsführer der MADECO Ingenieur GmbH – Ausführungsplanung, Ausschreibung, Controlling; Baumeister Ing. Markus Oberheinricher Geschäftsführer Plan-B GmbH – Bauleitung; Michael Brötz - Brötz Architecture
  • Architekt/Planer: Architecture Design Artwork Brötz, Michael Brötz, Hall in Tirol, Plan_B GmbH, MADECO Ingenieur GmbH
  • Bauausführendes Unternehmen: Rubner Holzbau GmbH, Filiale Villach
  • Mengen und Massen Holzbau: 1.000 m2 Außenwandelemente, 800 m3 Brettschichtholzkonstruktion

www.rubner.com/holzbau

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Bilder

Top Mountain Crosspoint
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Top Mountain Crosspoint (. jpg )

Das multifunktionale Gebäude auf 2.175 m Seehöhe besticht durch eine zeitgemäße Formensprache. Für die Form mit der geschwungenen organischen Linienführung des Objektes standen Schneewechten Pate. Auf diese Art ließ sich das Gebäude mit der Landschaft wesentlich besser verschmelzen. Bei der Wahl der Materialien setzte der Architekt auf Natürlichkeit und das Ingenieurholzbau-Know-How von Rubner Holzbau.

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